Wellington Tag 3
Irgendwie fühle ich mich hier langsam Zuhause. Vor allem schlafe ich hier mega gut. Einfach mal den halben Tag verpennt. Okay, bis halb 10 halt. Bin trotzdem erst gegen 11Uhr los. Spazieren natürlich. Dank 15 Grad dieses mal Kurzärmelig. Ich werd noch ne echte Neuseeländerin.

Ich habs natürlich nicht ins Museum geschafft. Hab mich einfach auf einem Bootssteg auf eine Bank gesetzt und das gute Wetter genossen und vor mich hingeträumt. Ohrstöpsel rein und einfach sein. War ich auch nicht die Einzige. Einige um mich rum hatten auch Laptops oder Schreibblöcke dabei. Ich glaube ich werde auch wieder mit Schreiben anfangen. Also für Mich, nicht für die Allgemeinheit. Wenn man so viel Zeit hat, wie ich hier in Wellington, hat man auch die Möglichkeit sich mal zu sortieren. Und während ich das schreibe denke ich mir schon wieder, jeder Leser denkt ich bin hier auf nem Selbstfindungstrip. NEIN, das bin ich nicht! Ich bin einfach ein Kopfmensch und verbringe teilweise lieber Zeit mit mir und meinen Gedanken, als mit anderen Menschen. Ist hier irgendwie auch so. Knüpfe hier nicht wirklich Kontakte, auch weil ich einfach Socially Awkward bin. So würde ich mich zumindest einstufen. Aber damit bin ich mittlerweile cool. Ich glaub je älter, man wird, desto mehr reflektiert man und kann Sachen/Situationen einschätzen. Memo an mich: Nicht mehr schreiben, wenn ich von einem schönen Spaziergang in der Nacht komme und extrem Ausgeglichen bin. Ich hab schon das Gefühl, das mein Mediwechsel extrem geholfen hat. Auf meinen alten Medis hätte ich am Meer gesessen und mein Leben totgegrübelt. Jetzt sitz ich da und genieße den Moment. Schon Nice. Okay genug von meinem Seelenleben XD Weiter gehts mit der Tageszusammenfassung. Okay wo war ich….. ah okay Bootssteg. Bin nach 2h schlendern und chillen, wieder ins Hostel und hab Zeit vertrödelt. Auf YouTube gibts immer was anzuschauen müsst ihr wissen. Später bin ich aber wieder los zum Abendessen. Heute zum 1000 mal Asiatisch, dieses Mal aber Thai statt Vietnamese.

Ich zahle ja mittlerweile fast alles mit Smartphone und nach dem Verlauf möchte man meinen ich tue ausnahmslos essen.

Pak N Save kann man rausrechnen, weil das ja ein Supermarkt war und damit kein Essen.
Im Schnitt esse ich tatsächlich extrem wenig. Frühstücken tue ich eh nicht und Mittagessen schiebe ich mir nur eine Kleinigkeit rein. Esse effektiv 1mal am Tag anständig. Wenn man Taco Bell und Co. als Anständig ansehen kann. Ich muss mal schauen, dass ich das besser in den Griff bekomme. Nach dem Essen wollte ich eigentlich wieder ins Hostel, habe mich dann aber doch dazu entschieden nochmal an den Hafen zu gehen. Habe dann überlegt, ob ich in Auckland auch mal Abends am Hafen war. Gerade fällts mir wieder ein. Ich war da, aber der war nicht so Überzeugend. Der in Wellington ist irgendwie sehr friedlich. Hat mich an den Abend in Kuching auf Borneo erinnert. War da sofort wieder emotional. So viel zum Thema Lebensgefühl und so. Reisen gibt einem einfach so extrem viel!
Hier wurden den Tag über auch die ersten Werbeflächen fürs Fanfestival angebracht. Musste ich natürlich noch hinlaufen. Damit ich auch weiß, wo ich am 20.07. abhängen werde.




Also bei Nacht sieht es schonmal gut aus. Werde es morgen nochmal bei Tag abchecken. Geht ja schon Übermorgen los. Time is Running. Auf dem Heimweg hab ich mich dann Legendär verlaufen. Ich war am Ende 3 Straßen über Meiner. Google Maps hat mich gerettet. Ich versuche so wenig wie möglich mit Google Maps zu machen, damit ich mich besser orientieren kann. Bisher ging der Plan gut auf. Heute habe ich halt nachgeschaut, weil ich Nachts nicht Sonst wo landen wollte. Das Gute am Querfeldein gehen: Man findet immer neue Ecken. Oder wie in meinem Fall, Sprüche die ich fotografieren kann.

Fühl ich!
Bin dann nochmal an der Cuba Street vorbei um für euch ein Bild bei Nacht zu machen, aber ich war wesentlich zu früh unterwegs und die Straße daher nicht allzu überlaufen. Hier tobt Nachts eigentlich das Leben, aber halt nicht um 18 Uhr unter der Woche. Werde am 20.07. nach dem Fanfestival nochmal eine Aufnahme machen.

Mittlerweile bin ich wieder zurück und tippe seit gut einer Stunde. Also natürlich mit Unterbrechungen. So langsam bin ich dann doch nicht. Außerdem muss ich immer wieder Korrektur lesen, weil das Programm z.B. kein Englisch schreiben will und mir alles umdichtet. Außerdem ist meine Zeichensetzung Katastrophe. Und das ist noch höflich ausgedrückt. Das ist das Problem, wenn man alle Sätze immer komplett verschachtelt. Okay dieses Mal waren es mehr Bilder als Text, aber ich glaube damit könnt ihr auch gut Leben. Gefühlstechnisch, werden die Texte auch immer länger, oder gehts nur mir so?
Tagträumen – Tagträumer
Wir dürfen nur nicht aufhören zu träumen
Nicht aufhören zu leben
Nicht aufhören zu träumen
Die Menschen dürfen nur nicht aufhören zu träumen
Nicht aufhören zu leben
Nicht aufhören zu träumen
Wir träumen einfach am Tag
Mit offenen Augen
In der Bar, im Job, in der U4
Wir träumen da wo wir wollen
Da wo wir glauben der Traum wird hier realisiert
Wir träumen einfach am Tag
Einfach am Tag
Hinterlasse einen Kommentar