So, da mein Turnus mittlerweile Anders ist muss ich jetzt wohl sagen, dass ich den Tag von gestern Revue passieren lasse. Ich möchte das aber auf jeden Fall wieder ändern. Abends, also mein Abends, wäre mir dann doch passender. Der heutige Blogeintrag wird auch wesentlich kürzer, als die Letzten. Vor allem weil halb 12 ist und ich immer noch im Hostel chille. Es ist zwar immer noch kalt, aber immerhin scheint die Sonne und der sollte ich auch mal Hallo sagen.
Ich muss ja sagen, dass mein Schlafrhythmus (schreibt man das so?) hier ja nicht so mega ist. Mittlerweile gehe ich um 3 Uhr ins Bett, schlafe dafür aber ewig. Bzw. erstmal nur bin 7 Uhr, dann geht der Lärm draussen los. Die Fenster sind so dünn, das du halt mal alles hörst. Und in Melbourne fährt extrem viel rum mit Sirene. Noch dazu ist das Krankenhaus hier direkt ums Eck. Ziemlich leidig. Ist auch echt dumm, weil der halbe Tag schon weg ist bis ich in die Gänge kommen. Hier in Melbourne tut es mir halt nicht weh, da ich voraussichtlich zum nächsten Spiel der Deutschen wieder hierher komme. Sofern sie natürlich die Gruppe gewinnen, aber das sollte machbar sein. Deswegen habe ich eigentlich alles geschoben, um das dann dort zu machen. Auskurieren und so. Wobei es langsam wieder besser wird. Meine Zahnschmerzen sind halt immer noch da, aber was soll’s. Gestern war Waschtag. Der Mal gut 4-5h gedauert hat. Wollte ich mein Zeug reinschmeißen, war alles belegt. Das Mädel, dass gewaschen hat meinte dann, dass sie abreist und daher alles waschen müsse und sie aber jetzt dann fertig wäre, wenn die Maschinen fertig gelaufen sind. Also ich halt wieder Wecker gestellt und gewartet. Komm ich nach 40 Minuten wieder, hat sie die wieder voll gemacht. Unter Anderem hat sie ihre Jacke einfach mal separat gewaschen. Mädel, hier gibts nur 3 fucking Stufen zum Einstellen, je nachdem wie dreckig! Gewaschen wird hier standardmäßig Kalt. Hier ist nicht groß mit sortieren. Da gibts keine extra Einstellung für Baumwolle, Pflegeleicht, Seide, Handwäsche und Co. 3 fucking Knöpfe! Maximal 6, wenn man die Temperatur regeln kann und das ist fast nie der Fall. Und sie wäscht einfach separat. What the Fuck? Über die Menge der Kleider habe ich mich eh gewundert. Hatte sie 3 Koffer dabei? Wer reist mir so viel Zeug? Wobei ich ja festgestellt habe, dass viele Länger bleiben. Also Länger im Sinne von mehreren Wochen, da sie hier jobben oder Jobs suchen. Also hab ich dann halt wieder den Wecker gestellt. Geh ich später wieder runter: Zimmerservice hat dazwischen geschoben. WAAAAAAAH. Da war schon 13 Uhr. Ich habe mir dann wirklich den Wecker auf die Minute gestellt. Ich hatte halt mal fast alles in meiner Wäschetasche drinne. Auch meine Pullis. Ohne die bei 14 Grad los? No way! Da hol ich mir den Tod. Nach einer weiteren Stunde hatte ich es endlich geschafft. Endlich Waschen und dann noch Trocknen. Wobei ich auch je 2 Maschinen echt mäßig finde. Normalerweise stehen da mind. 3-4 von Jedem. Schön finde ich, dass es ein Gerät war bei dem ich mit Karte zahlen konnte. Normalerweise brauchst du Münzen und mit Bargeld zahle ich hier wenig bis nie.Ich hatte es also erst gegen 15 Uhr überhaupt geschafft zu waschen. Ich bin da halt echt Eigen. Ich habe für jedes Stück eine Anzahl an Tagen, die ich es Benutze. Hosen + Pullis 2 Tage, T-Shirts 1 Tag, Inlet + Handtücher bis zur nächsten Wäsche. Alles durchstrukturiert, damit ich 4 Tage und Waschtag durchkomme. Da seht ihr auch wie Wenig ich effektiv dabei habe. Dann gibts noch Kleider, die ich für Anlässe dabei habe. Lange Unterwäsche und Trikot sind für das Stadion reserviert. Die lange Trainingshose ist für Bustransfer oder Flug, weil ich es 0 einsehe unbequem zu reisen. Ich mein wo ist der Sinn dahinter? Die Menschen die ich dort sehe, sehe ich eh nie wieder und meine Leute machen das entweder auch so, oder wissen, dass Bequemlichkeit siegt. Die 25 Stunden Anreise in Jeans? No Way! Ich bin ja nicht Irre. Ja, und so hab ich auch ein Wäschesystem. Mittlerweile frage ich auch in den Hostels nach Handtüchern. Diese Microfaserteile, die ich habe sind super, weil sie leicht sind. Aufsaugen tun die aber eher mäßig. Meine ganz Kleines ist halt super, weil es in den Waschbeutel passt. Die Public Handtücher in den Bädern, sofern es welche gibt, nehme ich nicht. Wie ihr seht. Bin halt Eigen. Ich mein woher soll ich Wissen, ob die nicht 2 Minuten vorher auf dem Boden lagen? Es gibt so Wesenszüge, die man auch beim Backpacken nicht loslassen kann. Wobei man Toleranter wird. Was ich bis heute nicht verstehe ist, wie manche Leute einfach Barfuß in die Bäder gehen. Ich mein WARUM? Nimm dir einfach Badelatschen mit. Aber gut, soll jeder machen wie er will. Habe auf jeden Fall gestern viel Zeit auf dem Zimmer verbracht und meinen Fußballroman geschrieben. Die Männer bei mir machen aber auch effektiv nicht viel. Der Unter mir ist noch mehr da als ich. Der im anderen, oberen Bunkbed ebenfalls. Da haben sich 3 gefunden. Ein Bett ist schon die zweite Nacht unbelegt. Mal schauen, ob wir noch Zuwachs bekommen. Ich reise ja Morgen ab und hoffe inständig, dass ich wieder ein unteres Bett bekomme. Das Klettern geht mir auf die Nerven. Ich warte auf den Moment, wo eine Metallstange weg bricht und ich abwärts segle. Muss ja nur noch 1 Tag überstehen. Mal schauen, wo ich hingehe, wenn ich wieder zurück nach Melbourne komme. Ob ich wieder dieses Hostel nehme, oder ein Anderes teste. We‘ll see. Abends wollte ich zum Italiener, aber überall musste man reservieren, also bin ich mal losgelaufen. Tatsächlich ist es immer noch so, dass ich ohne Not nicht in bessere Lokale gehe, weil ich schon ziemlich leger rumlaufe. Sportpullover und so. Also war es bisher oft Mäcces oder Straßenküche. Gestern war es wieder so weit Pho zu essen. Das war auch eher ein kleiner Laden und um mich rum nur Asiaten. Das da nicht oft andere Nationalitäten zu finden sind, habe ich dann bei meiner Bestellung gemerkt. Hab mein Essen bestellt, mich hingesetzt und gewartet bis meine Nummer aufgerufen wurde. Und natürlich wurden die Nummern in Vietnamesisch ausgerufen. Mega! Aber für mich haben sie eine Ausnahme gemacht. Kam ich also doch noch zu meinem Essen. Dort gabs auch Hot Pot. Habe es voll gefeiert, obwohl ich es alleine nicht essen konnte. Anna und ich suchen schon seit Quasi immer einen Vietnamesen in Deutschland der das anbietet, aber bisher waren wir nicht erfolgreich. Wir hatten das damals auf Cát bà und das ist halt einfach mega. Wie Fondue, nur Besser. Und der Witz ist halt, dass das viele Vietnamesen hier anbieten.

Vielleicht sollte ich mir einfach Jemanden von der Straße schnappen und ihn/sie zwingen mit mir Essen zu gehen. Masterplan! Nach dem Essen bin ich auch wieder zurück gegangen. Damit hatte ich es 2 Stunden außerhalb des Hostels geschafft. Also könnte man sagen, dass es hier nicht soooo schlecht ist. Zurück ging’s wieder mit der Bahn und was soll ich sagen. Ich stand auf der falschen Seite, weil mein GPS mal wieder Sachen gemacht hat, was es nicht sollte. Daher durfte ich mal wieder munter auf die nächste Warten. Und der Bahnsteig ist halt mal ein Streifen der so breit ist wie 2 Fußlängen. Da hast du auf der Trainstreet in Hanoi mehr Platz gehabt.

Also das zwischen der gelben Linie und den Gleisen war der Bahnsteig. Da die Bahn breiter ist als die Schienen könnt ihr euch vorstellen, dass da nicht viel Luft ist. Und da die Bahnsteige auch mal Mitten auf der Straße sind, kannste nicht einfach mal so schnell über die Straße rennen um die Bahn zu bekommen. Das eine Station auch durch eine Hauptstraße geteilt wird, ist gewöhnungsbedürftig. Ich war nämlich an der Station auf der anderen Seite der Hauptstraße, bis ich gemerkt habe, dass meine Bahn auf der Gegenseite liegt. Also brauch ich 3 Ampelschaltungen zur andere Seite. So lange wartet keine Bahn. Da brauch sich keiner wundern, warum ich mit den Bahnen kämpfe. Deswegen laufe ich in die Stadt immer. Den Stress gebe ich mir nicht ohne Not.

Immerhin sind die Anzeigen moderner, als bei uns. Schön war hier auch, dass es zwar weder für Bänke noch Aushänge Platz gab, dafür aber für einen Knopf an diesem Pfeiler. Wenn man den gedrückt hat, wurde alles von der Anzeige vorgelesen und Infos zu Routen gegeben. Kann man mal machen. So und das war schon mein Tag. Viel habe ich nicht gemacht, aber immerhin konnte ich einen Haken hinter dem Waschtag machen. Und das ist schließlich auch ein Teilerfolg. Heute werde ich voraussichtlich auch nicht die Hütte abreisen, da ich erst gegen 13:30/14:00 aus dem Haus gehen werde. Korrektur lesen und dann noch eine Unterkunft in Brisbane buchen. Das habe ich nämlich vergessen. Ups. Außerdem muss ich den Transport zum Airport noch Organisieren, weil der einfach mal 50km von Melbourne entfernt liegt. Buszeit also gut 1h. Mal schauen ob es da wieder einen Skybus gibt. Das ist mir lieber als 2h mit der Bahn rumzutingeln. Ein bisschen planen muss ja auch sein. Wobei es ab Brisbane echt wieder so „Free for all“ wird. Ich habe keine Ahnung, wann ich wo bin. Ich sollte nur langsam anfangen Ausflüge zu machen, sonst kann ich euch alle Straßen nennen, aber nicht was man da so machen kann. Da ich aber noch Minimum 3 Wochen in Australien bin, muss ich mir keinen Stress machen. So das wars für heute. See You Tomorrow. Reisetag und so.
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