Wanaka Tag 2. Heute mal voll „In Time“ alles. Liegt aber daran, dass Heute mehrheitlich absolutes Müll-Wetter war.
Also meine Wetter App hatte schon angezeigt, dass es bis 14 Uhr regnet. Na super. Dabei wollte ich doch ein bisschen wandern.
Als ich rausgeschaut habe heute früh, sah das aber ganz Anders aus. Ja, es war bewölkt, aber Regen war nicht so am Start. Habe mich vorsorglich, aber mal dick angezogen, weil es hier bei schlechterem Wetter gleich mal zieht, wie blöd. Hatte ja Abends schon alles bestens Präpariert, sodass ich Morgens nicht so laut war. Mein einer Mitbewohner hat das nämlich tatsächlich in Perfektion geschafft. Der ist Ski fahren gegangen und das hab ich nur zufällig gesehen, weil ich kurz Wach war. Ansonsten hat heute Morgen eh noch alles Tief und Fest geschlafen. Und wie das möglich war, war mir ein Rätsel. Okay, der Eine war nichtmal im Zimmer, als Alle geschlafen haben, aber der Rest war ja um 22 Uhr schon im Bett. Habe ja innerlich schon Wetten abgeschlossen, wie viele Heute noch da sind von uns Fünf. Zwei waren dann am Ende weg und 2 noch da + ich. Hatte ja auch Gestern das erste Mal das Gefühl, dass die Zimmer nach Alter sortiert werden. Also so Anfang 20er hatte ich super Selten im Dorm. Hier hatte ich zwei Herren im Dorm, die sicherlich Mitte 50 waren. Eher Älter. Auch jetzt wo ich mich hier gerade Umsehe (Ich sitze im Aufenthaltsraum). Mittlerweile ist es echt total gemischt. Alle Alterskategorien…. Und ich hatte mir schon Gedanken gemacht, dass ich sicher die Älteste in den Schlafsälen bin. Vielleicht habe ich aber auch Leute in meinem Alterssegment, weil wir halt die 5€ mehr zahlen. Habe ich ganz Oft gehört, dass die Leute lieber etwas mehr Zahlen um in kleinere Zimmer zu kommen. Wie ich halt. Wobei mir ja weniger Menschen immer lieber sind als Mehr. Introvertiert halt. Also das Mal zur Hostelsituation hier bzw. Generell.
Nun zu meinem Tag. Ich stand heute Früh erstmal vor der Frage: Sandwich, Müsliriegel oder Crêpes? Konnte ja nicht mit leerem Magen wandern. Es wurde dann Letzteres mit karamellisierten Äpfeln und Sahne. Ziemlich Mächtig so früh, daher hab ich die eine Hälfte gegessen und die zweite Eingepackt. Die habe ich dann während der Wanderung gefuttert. Um 9 Uhr ging’s dann los zum Halbtagesausflug.

Also ich habe nur das Boot genommen, der Rest der Leute hatte noch eine Führung dazu. Ich dachte aber eine Mini-Insel kann ich auch Alleine ablaufen ohne Guide. Gab ja nur einen Weg, den man benutzen konnte. Von dem her: Was soll schon schief gehen?
Die Insel hieß Mou Waho, falls es jemand Googlen will. Der Weg dahin war schon heftig. Da schlechtes Wetter war, hat es Brutal gewindet und dementsprechend ist das Mini-Boot ziemlich Hin und Her geschüttelt worden. War echt nicht feierlich. Aber gut. Ging ja nur 40 Minuten. 40 laaaaaaange Minuten. Auf der Insel hat es dann Tatsächlich immer mal wieder genieselt. Daher war auf gefühlt jedem Selfie meine Brille nass. Yay.

Der Weg war nur 1km zum Lookout und nach 1,3km war man dann ganz Oben auf dem Berg. schon der Lookout war heftig. Also zum Einen, weil da plötzlich Wasser war. Ich war echt so „WTF ist hier passiert?“, weil ich doch grad 30 Minuten den Berg hochgelaufen bin. Habe dann festgestellt, dass die Insel noch einen zusätzlichen See/Pool hat.

Zum Anderen war es aber heftig, da der Wind so stark war. Ich steh da so und will ein Foto machen und plötzlich drückts mich mal ordentlich nach Vorne, sodass ich fast das Gleichgewicht verloren habe. Hier wäre ich nur ins Wasser geflogen. Oben auf der Spitze wäre ich Save Tot. Glaube ich zumindest. Ich bin da den Weg nicht fertig gelaufen. Keine Ahnung, ob der Genau über dem Pool aufgehört hat. Safety First, sag ich da nur! Am Lookout haben mich die Anderen eingeholt und der Guide meinte nur „Oben“ ist es noch Schlimmer. Meine Vorfreude wurde Grenzenlos. Tatsächlich hat es auch da gezogen, wie Hechtsuppe, aber da war wesentlich mehr Platz. Der Ausblick war halt Mega. Konntest dich 360 Grad drehen. Mega.



Wir haben aber Alle den Regenbogen gefeiert. Der Mix aus Nieselregen und Sonne war doch nicht ganz so Schlecht. Das ich einen Regenbogen in Neuseeland bekomme, fand ich natürlich sehr Passend.

Diese Reise. Ich sag’s euch. Manche Sachen sind so Seltsam. Seltsam schön. In so Momenten denk ich mir dann auch: Wann hattest du überhaupt mal Regen auf deiner Reise? Das kann ich gefühlt an einer Hand abzählen. Okay an Beiden, aber das ist für Mittlerweile fast 2,5 Monate echt Wenig. Nach der Tour bin ich auch erstmal ins Hostel. Bisschen Tippen und mir Zweimal dezent den Schädel anhauen. Ich liebe es ja das untere Bunkbed zu haben, aber wenn die Abstände zum Oberen zu Klein sind. Aua! Mittags bin ich dann nochmal raus zum Essen suchen. Das Gestaltet sich hier Schwieriger, weil viel mit Fisch ist. Außerdem viel Asiatisch, aber eben nicht Vietnamesisch. Mit Koreanisch, Japanisch und Thai kann ich jetzt auch nicht jeden Tag was Anfangen. Die letzten zwei Tage hatte ich Burritos, was echt gut war, aber ich hatte mal wieder Lust auf Nudeln. Habe einen Laden gefunden, der zumindest ein Nudelgericht hatte. Das ging dann schon gut.

Heute Abend gibts jetzt noch Cornflakes, die ich schon seit 2 Wochen mit mir rumschleife. Vielleicht bekomme ich die dann auch mal Leer. Das wars für Heute wieder. Morgen gehts nach Lake Tekapo mit Taxi und Bus. Dann muss ich einen Weg finden um irgendwie zum Mt. Cook zu kommen. Da fahren nämlich keinerlei Shuttles und 300€ für einen Heliflug zahle ich beim bestem Willen nicht. Ohne Auto bist du auf der Südinsel echt aufgeschmissen. Das ist schon echt traurig manchmal, weil man Bilder von Anderen sieht und weiß „Da komme ich Save nicht hin“.
Immerhin habe ich dort jetzt 3 Nächte gebucht und schaffe es vielleicht einen Weg auf den Berg zu finden. Zur Not Hitchhiking. Wenn ich dann Weiterreise ist auch schon der 18.09.. Damit sind nur noch 9 Tage auf dem Tacho, bevor ich Neuseeland verlassen muss. Nicht mal mehr 2 Wochen. Die Zeit rast.
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