Tag 1-3 Samoa bzw. Tafitoala. Da wohne ich nämlich.
Nach einer seeeeeeehr kurzen Nacht (4h), habe ich dann das erste Mal hier alles in Farbe gesehen. Ich kann mich echt nicht beschweren. Gerade, weil ich meine Standards angepasst habe.


Also Strand gibts, wenn ich ne Weile laufe, aber das passt schon. Tatsächlich genieße ich es auch einfach mal von meinem Bungalow aus aufs Wasser zu schauen. Einfach entspannen. Kann man vor Allem so gut, weil die Family hier super lieb ist und eigentlich alles macht, damit es einem Gut geht. Vor Allem die Mutter rennt eigentlich den ganzen Tag lächelnd durch die Gegend und erkundigt sich, wie es einem geht. Und sie lacht halt mal über Alles. Total herzlich.
Am ersten Tag bin ich dann auch mit Ihr und ihrer Family nach dem Frühstück in die Hauptstadt Apia gefahren. Wegen dem Frühstück war meine Nacht übrigens so kurz. Konnte da ja nicht erst um 11 aufschlagen, wenn ich ausgeschlafen habe. Danach ging’s auf jeden Fall los. Sie, ihr Mann, 2 ihrer Kinder und ich. Einen Sohn haben wir noch unterwegs eingesammelt. In der Stadt war halt mal Turbo Viel los, weil heute White Sunday ist und Alle dafür eingekauft haben. Das ist quasi eine Christliche Zeremonie um „Danke“ zu sagen für die Kinder. Alle Kinder und Jugendliche tragen da Weiß. Auf dem Weg zur Stadt sind wir erstmal an einem ATM vorbei, da mein gewechseltes Geld nicht für die Unterkunft gereicht hat. Also man muss zu meiner Verteidigung sagen, dass ich nicht wusste, dass ich Bar zahlen muss. Der Wechselkurs ist halt mal 1:2,84. Ergo musste ich gleich mal 1000 Tala abheben, was 351€ entspricht. Da fühlt man sich mal schnell reich. Habe aber 3/4 davon gleich wieder benötigt um meine Unterkunft zu zahlen. Die Familie hat mich dann auf dem lokalen Markt rausgeschmissen und ist Kleider kaufen gegangen. Ich bin zu Fuß weiter.
Als ich dann in den ersten Supermarkt rein bin habe ich meinen Fehler bemerkt beim Geld abheben: Hier wird nicht mit Karte gezahlt. Alles Cash. Daher musste ich später nochmals zum ATM. Ich bin dann vom Markt aus an die Waterfront gelaufen. Da konnte ich schon nicht verloren gehen. Außerdem wusste ich nicht so Recht was ich in dem Gewusel tun sollte. Bin dann zu nem chinesischen Garten und habe mir zumindest von Außen das Cultural Village angeschaut. Ich habe mir sogar überlegt, ob ich mir ein traditionelles Tattoo stechen lasse, aber meine Gastfamilie meinte, dass ist ziemlich Teuer. Also habe ich das mal gelassen. Werde ich aber in Deutschland nachholen. Windrose wird mir „Travel the World“ ergänzt. Nach einer Stunde laufen, fiel mir auch auf, dass mein Handyakku kurz vor Tod ist und wir uns nicht mehr finden, wenn ich nicht haushalte. Wir hatten nämlich keinen festen Treffpunkt ausgemacht. Also ging’s für mich in Richtung McDonalds, wo ich sie angerufen habe, dass sie mich dort später abholen können. Der Heimweg war dann ziemlich lang, weil wir noch an x-Läden, sowie Arzt und Krankenhaus vorbei sind. Also so richtiger Familienausflug. Jeder hat noch irgendwo was gebraucht.
Das war eigentlich schon mein erster Tag. Hauptstadt Check!
Tags drauf hieß es wir gehen nach dem Frühstück, wenn Flut ist aufs Boot, Schildkröten anschauen und die anderen Strände sehen.
Dumm nur, dass da Ebbe war. Daher hatten wir mehr Zeit fürs Frühstück. Was extrem Nett war, war das sie mir Angeboten haben, dass ich Pancakes, statt Toast mit Ei haben kann. Ich bin ja eher für süßes Frühstück. Danach ging das Warten los für mich, Sophia und Mary. Da die anderen Beiden erst tags zuvor angereist waren brachen sie nach einer Weile des Wartens auf um sich eine SIM zu holen. Wusste ja keiner, wann das Wasser hoch genug war. Tatsächlich waren sie gerade 10 Minuten weg, als man mir sagte, dass wir los könnten. Daher durfte ich noch ne Runde warten. Eine geschlagene Stunde später, waren dann Alle ready. Spontan kam auch noch eine Japanerin dazu und so ging’s mit Obst-Lunchpaket auf große Fahrt.

Die Strände und das Umland anschauen war echt nice, aber das Beste waren die Schildkröten! Wir sind in ein Gebiet gefahren, wo das Wasser glasklar war und wir bestimmt an die 30 Schildkröten im Wasser gesehen haben. Sind direkt unter dem Boot durchgeschwommen. War auch mal was Neues.

In Bali hat man es noch gefeiert, auch nur eine Schildkröte zu sehen. Hier waren es Massen. Ich glaube auch, dass die das irgendwie gewöhnt waren, dass da Boote fahren, weil die nicht so schnell geflüchtet sind. Die Schildkröten sind auf jeden Fall mega Süß und das war nochmal ein echtes Highlight. Den Rest des Tages war „Rest“ aka Ausruhen, angesagt. Abends nach dem Dinner haben uns noch die Männer des Hauses ihren heutigen Fang gezeigt: Ein Riffhai. Einen Hai mal vor mir zu haben stand definitiv nicht auf meiner Bingokarte.

Das Ding war halt, dass der sich plötzlich bewegt hat. Wir waren echt mal kurz geschockt, bis man uns erklärt hat, dass das die Babysharks im Bauch sind, die noch gelebt haben. Ich fand’s ziemlich grenzwertig, weil man das Gefühl hatte die Leiden, aber sie konnten auch nicht einfach den Hai aufsäbeln, ohne ihn zu verarbeiten. Den sollte es nämlich erst Heute zum Lunch geben.
Heute musste ich dann den Wecker stellen, weil „White Sunday“ war. Um 9 Uhr ging’s also in die Kirche. Für mich ist Kirche schon so Struggle und die sind hier halt Mega Konservativ. Im Prinzip war der Gottesdienst in zwei Hälften aufgeteilt. Eine Hälfte der Zeit wurde gesungen und währenddessen gebetet. Die andere Hälfte hatte was von Konfirmation/Kommunion, wo die Kinder sich Aktiv beteiligen und Sprüche aufsagen.

Alles in Allem wars echt Okay und man hat mal wieder gesehen, wie wichtig ihnen ihr Glaube ist. Dadurch, dass Sonntag war, gab es auch außerplanmäßig Lunch. Unter Anderem den Hai vom Tag zuvor. Also es war total viel auf dem Tisch, aber die Hälfte nichts für mich. Es wurde am Ende ein Würstchen, ein Kartoffelverschnitt, der nach Nichts geschmeckt hat und Kokoscreme, die in einem Blatt gedünstet wurde. Es war nicht 100 Prozent meins, aber immerhin habe ich mit dem Kokos/Blatt-Paket was Lokales gegessen, auch wenn ich schon wieder vergessen habe, wie es heißt.
Mittags war nicht viel los. Ich habe weiterhin Unterkünfte gesucht für die letzten 8 Tage, ohne erheblichen Erfolg. Wäre gerne auf Bora Bora, aber wenn ich dass mache, habe ich kein Geld mehr zum Essen in meiner Reisekasse. Samoa, Cooks und Polynesien sind echt Turbo Teuer. Daher werde ich nun meine letzte Woche wahrscheinlich in der Hauptstadt Polynesiens verbringen. Habe mir aber bereits vorgenommen wieder auf die Cooks zu gehen und dieses Mal wirklich auf Maupiti (Gabs keine Flüge mehr hin) oder auf Bora Bora zu gehen. Homestays und AirBnB bekommt man da schon für 160€ pro Nacht und Bora Bora z.B. ist ja Mini. Auf der Hauptinsel sind es nur 30 Minuten mit dem Auto von Norden nach Süden. Wenn man also in der Mitte wohnt ist man zu Fuß relativ schnell am Hauptstrand. Aber für den Moment muss das erstmal so passen. Abends war dann nochmals Gottesdienst auf den ich dankend verzichtet habe. Mary, Sophia und Adam sind wieder mit und meinten hinterher, dass es im Prinzip das Gleiche war, wie Morgens und ich nichts verpasst habe. Der Gottesdienst ging aber noch länger. Die waren gut 2 Stunden weg und bis sie wieder da waren, war schon wieder 8 Uhr Abends. Der Tag ist also quasi gelaufen. Werde mich jetzt noch ein bisschen vor mein Tablet chillen und Serie schauen oder so. Habe ich ja schon ewig nicht mehr gemacht. Und dann heißt es schon: 3 days to go until Aitutaki/Cooks.
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