Samoa Tag 4-6
Sitze gerade am Airport und daher habe ich Zeit für mein Samoa Recap. Vor Allem, weil ich die nächsten 24h on Tour bin. Davon bin ich etwas mehr als 10h in verschiedenen Flugzeugen, der Rest ist Transferzeit. In Auckland komme ich z.B. Nachts um 1 Uhr an und boarde wieder um 5 Uhr. Also die kommenden Stunden werden ein Spaß. Aber ja „I want it that way“ aka so viel Zeit sparen wie geht. Habe eben nochmal meine Flugpreise für die ganze Tour nachgeschaut. Aua. Aber ich freue mich mega auf meinen neuen Bungalow, wieder mit Meerblick. Aber das liegt noch in der Ferne. Erstmal beenden wir Samoa anständig. Hier habe ich übrigens die 100 Tage Marke geknackt. Irre, oder?

Ich habe mir ja neulich die Polarstern App geholt, wo man mittracken kann wo man war. Die kann das auch Rückwirkend noch machen, sofern sie die Daten hat. Bei Asien hat es geklappt, aber für diese Reise hat sie echt gestreikt, daher musste ich die Eckdaten selbst eingeben, was ewig gedauert hat, da es an Tag 4 aber eh nur geregnet hat, konnte ich das guten Gewissens aufarbeiten. 100 Tage ist halt schon ein Wort. Südostasien waren glaub 156, aber eben zu Zweit. Ich renne hier schon über 100 Tage mehr oder weniger Alleine rum. Und was in der Zeit alles passiert ist, ist einfach zu krass. Ich muss sagen, wenn ich hier Zeitabschnitte von 2-3 Tagen zusammenfasse ist es oft so: „Was habe ich da eigentlich gemacht?“, aber wenn ich so zurückschaue….. Da sind einfach so viele Momente, die hängen geblieben sind. Versehentliches Hitch Hiken in Ohakune, erstes Mal Couchsurfen in Dili, 10 Tage mit nem Stranger aka Sascha durch Osttimor reisen, Krankenhaus in Alice Springs, Ski fahren in Neuseeland, Heizung zerstören in Tekapo und und und. Wahnsinn. Ich finds halt schön, dass so viel hängen bleibt, trotz der vielen Eindrücke. Was mich wieder an die Familie im Homestay in Vietnam erinnert, bei der wir uns selbst zum Essen eingeladen haben, weils nirgends nen Supermarkt gab. Also eingeladen hat uns Anna mit Händen und Füßen! Nicht zu vergessen, die Familie mit den Kids auf unserem Boot: „This is the Best Day of my Life“. Oh man Anna, wird Zeit das wir uns wieder sehen! Auf jeden Fall bin ich dankbar für die Zeit, die ich hier bisher hatte. A lot of Struggles, aber es hat auch verdammt viel Spaß gemacht. Ziemlich unreal, dass ich in 11 Tagen im Flieger nach Deutschland sitze.
Aber nun beenden wir hier erstmal Samoa. Über Deutschland kann ich schreiben, wenn ich im Flieger nach Hause sitze!
Tag 4 war wie gesagt nur Regen. Pausenlos. Und wir reden hier von mehrheitlich Starkregen.

Also ich denke die Sprachnachrichten, die ich an dem Tag geschickt habe, hatten gute Background Geräusche. War halt mies, weil man nichts machen konnte. Die Hälfte der Zeit, habe ich wie gesagt mein Urlaubstracker aktualisiert. Die andere Hälfte habe ich mit schreiben, Serien schauen und YouTube verbracht. Das war der Tag als ich meine SMS bekam, dass mein Datenvolumen zu Hälfte weg ist. Seltsamerweise schickt einem Vodafone Samoa keine Werbung zu AddOns, die ich kaufen kann. Also da war Vodafone Fidschi und Telemor deutlich penetranter. Jeden Tag Nachrichten. An Tag 4 ging also gar nichts. Ich saß fast den ganzen Tag in meinem Bungalow, abgesehen von der Mittagszeit, weil ich da meine Sachen im Haupthaus geladen habe. Das Gute daran, war die Bananensuppe, die ich bekommen habe. Also eigentlich hat mich das voll an den einen Nachtisch beim Grötzinger Vietnamesen erinnert, weil der auch diese kleinen durchsichtigen Kügelchen drin hat. Keine Ahnung wie die heißen, aber der Geschmack war identisch. War auf jeden Fall cool, da es Lunch eigentlich nur gibt, wenn man es dazu bucht. Wenn man Mittags aber am Haupthaus vorbei kommt, geben die einem immer was von sich aus. Tags drauf hab ich eine Papaya bekommen und ich sag’s euch…. Ich werde das Obst hier so vermissen. Papaya ist mein absoluter Favorit und einfach bei jeder Mahlzeit auf dem Teller. Ich muss echt mal schauen, wie die daheim schmecken. Bin jetzt schon leicht davon abhängig. Das Essen war hier im Groß und Ganzen auch echt gut. Meine Aussage mit: „Ich würde Vegetarisch essen“ kam nur leider irgendwie nicht an. Du bekommst einfach einen Teller voll mit Beilagen und Fleisch und die sagen „Fleisch ist doch ok, oder?“ . Wenn du es dann einmal aus Höflichkeit isst, kommst du aus der Nummer nicht mehr raus. Heute Morgen haben sie mir dann Thunfischsandwich hingestellt. Da habe ich wirklich gepasst. Dummerweise habe ich nicht nach etwas Alternativen gefragt, was mich dann heute fast zerlegt hätte. Aber dazu später. Tag 5 war morgens auch eher verregnet, aber Adam und ich sind trotzdem losgezogen um ein bisschen am Strand spazieren zu gehen. Wir sind zu dem Spot, wo es die Schildkröten gab und er ist rausgeschwommen. Ich bin solange hin und her gelaufen. In der Stunde, in der wir unterwegs waren, kam sogar die Sonne raus. Obwohl ich mich x-Mal eingeschmiert habe, gabs doch ne Runde Sonnenbrand. Aber lieber Sonnenbrand als Moskitostiche. Seit meinem Denguefieber bin ich etwas Paranoid geworden. Nach dem Spazieren gehen ging nicht mehr viel. Das Wetter hat gehalten, aber da die Unterkunft komplett ab vom Schuss ist, gabs nichts zu tun, außer zu chillen. War mir aber auch Recht. So konnte ich noch Sachen aussortieren und meinen Rucksack neu sortieren. Da in einem meiner nächsten Flugzeuge nach Kg abgerechnet wird, war hier auch der Zeitpunkt auszusortieren. Also auch Sachen da zu lassen, die noch halb voll waren, ich aber nicht mehr benutzt habe. Hab die Sachen in eine Mülltüte getan und ihnen gegeben ums wegzuschmeissen…. Als ich 10 Minuten später wieder ins Haupthaus kam, hat die Mutter meine Vitamin C Tabletten aus der Tüte in der Hand. Für was die den wären? Habs ihr dann erklärt und ihr halt gesagt, warum ich’s da gelassen habe. Also effektiv wurde mein Müll nochmal durchgeschaut. War halt doof, dass es wirklich nirgends auf dem Grundstück Mülleimer gab. Nicht im Bungalow, nicht davor, nicht im Bad. Nirgends. Hatte auch nur durch Zufall noch eine Tüte dabei. Die zweite Palstiktüte trage ich ja seit Queenstown mit mir rum, da da alles reinkommt, was auslaufen kann. Ist mir nämlich schon zwei Mal passiert. Am letzten Tag Abends, saß ich dann noch mit den Anderen zusammen. Adam, der schon drei Tage da war, sowie Sawyer und Tom, die nur eine Nacht da waren. Sawyer ist bereits Nachts um 2 Uhr abgereist. Tom ist, wie ich, heute noch mit Adam ein bisschen über die Insel gefahren. Wir haben uns noch 2 Wasserfälle, sowie die Sliding Rocks angeschaut.

Also die Anderen sind den einen Wasserfall runtergesprungen und bei den Sliding Rocks natürlich auch runtergerutscht. Da war nur das Problem, dass die Regenzeit erst nächsten Monat anfängt und daher mit Felsrutschen nicht so wirklich war.

Für mich war Sliding Rocks grenzwertig, weil ich durch das Thunfischsandwich heute nur Papaya zum Frühstück hatte und das ist einfach viel zu wenig. Ich war halt super Dumm, weil ich nicht nach was Alternativem gefragt habe, aber auf die Idee kam ich spontan nicht. Das musste ich bei den Sliding Rocks büßen, weils da x-Stufen abwärts ging und meine Beine übelst gezittert haben. Ich habe den Anderen, dann eine Weile zugesehen und bin wieder hoch zum Anfang, wo wir die Eintrittskarten gekauft haben. Dort habe ich die Frauen gefragt, ob sie irgendwas süßes zu Essen für mich haben, damit mein Kreislauf wieder wird. Was zu Essen gabs nicht, aber ne Mango Soda. Natürlich halbvoll. Also keine Ahnung wie viele Leute daraus schon getrunken hatten. War mir aber in dem Moment egal. Lieber fremde Bakterien, als auf dem Boden zu liegen. Wir waren uns nach den Rocks, aber alle Einig, dass es Zeit für Lunch ist. Den gabs für lächerliche 10 Tala. Also etwas mehr als 4€ ein randvoller Teller. Bestellen war schwierig, weil es keine Speisekarte gab, nur Container mit Essen und das war Undefinierbar. Am Ende hatte ich Reis mit Hühnchen Curry auf dem Teller und da ich nicht wusste was ich noch nehmen soll hat sie mir Glasnudeln mit Lamm drauf getan. Jeder Biss Knochen im Mund. Die Zerhacken hier halt alles Willenlos. Auf jeden Fall war es wohl traditionelle Küche und hat auch echt gut geschmeckt. Vor Allem die Glasnudeln waren echt lecker, obwohl ich die ja eher Asien zugeordnet hätte, als Samoa. Würde sogar sagen es war das beste, samoische Gericht, dass ich hier hatte.

Nach dem Mittagessen mussten wir uns dann von Tom verabschieden, der sich mit seinen Freunden getroffen hat, die heute angereist sind. Adam, William (Sohn vom Homestaybesitzer) und Peter (Fahrer), haben mich noch zum Airport gebracht, wo ich seit mittlerweile fast 6h sitze. Wenn ich 6 Stunden lese, überlege ich gerade echt, was ich eigentlich die ganze Zeit gemacht habe, da ich mein Tablet eben erst rausgezogen habe und ich nicht wirklich Lange in irgendwelchen Schlangen stand. Bin überall gut durchgekommen. Ich habe aber das Gefühl, die haben heute Mittag alle Schalter nur für diesen Flug aufgemacht und wenn der Geboardet hat, wird der Flughafen wieder dicht gemacht. Also seit 13 Uhr ist hier kein Flieger mehr gelandet oder gestartet. Bin auch gespannt, wie das in Auckland wird. Ich habe ja extra nochmal gefragt, ob ich mein Gepäck nochmals abholen muss und neu einchecken, aber laut Airline nicht. Dementsprechend hoffe ich, dass ich im Innenbereich bleiben kann und durch keine Kontrollen mehr muss. Dann kann ich einfach an mein Gate und eine Runde schlafen, bevor es weiter geht. Bin ja jetzt schon müde. Bilder gibts übrigens, wenn ich auf den Cooks bin. Handy ist grade nicht griffbereit, weil es an eine Wand in Sichtweite lädt. Hier hat es nämlich nirgendwo so USB Steckdosen und Normale sind nicht im Wartebereich. Mein Telefon liegt also effektiv neben dem Essenswagen auf dem Boden. Habe ja keine Ahnung, ob man auf dem Flug laden kann. Neulich hatte ich einen ohne Steckdosen. Zu meiner Verteidigung: Meine Powerbank lädt sich nur noch zu 25% auf und mein Handy entlädt sich gefühlt fünfmal so schnell, wie Normal. Also ist es Permanent leer. Alle meine Buchungen sind halt auf dem Telefon und wenn das nicht geht komme ich schlicht und einfach nicht weiter. Man merkt das nun gegen Ende einfach Sachen langsam den Geist aufgeben. Meine Schuhe sind mittlerweile Maximal verfärbt, zwei Shirts haben Löcher und zwei Weitere haben andere Farben angenommen. Also ich komme definitiv mit weniger Kleider nach Hause. Meine weißen Socken sind wahrscheinlich auch nicht mehr zu retten. Gedanklich bin ich wirklich schon am aussortieren, was ich überhaupt noch mit Heim nehme. In einer Woche kann ich dann nach und nach wegschmeißen, was die Kleider betrifft. Ja und das wars für Heute auch schon von mir. Hoffe ich bekomme die Korrektur noch vor Abflug durch. In 30 Minuten ist Boarding. Ansonsten schicke ich es Mitten in der Nacht aus Auckland. In diesem Sinne: Wir hören uns auf den Cooks wieder!
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