Fluchtreflex

So, Ortswechsel. Mittlerweile bin ich in Rarotonga. Aitutaki ist nämlich nicht mehr. Man könnte sagen ich bin geflüchtet. Sau schade, aber seit Gestern Abend hat es nur noch geregnet.

Fazit: 4 Tage da, davon 2,5 Regen. GZ! Voll Schade, aber ich kann’s nicht ändern. Nächstes Mal bleibe ich da definitiv länger! Das hier ist das Paradis. Jetzt wo ich auf Rarotonga bin, bin ich so froh nach Aitutaki geflogen zu sein, denn das hier ist das Kontrastprogramm. Mitten im Regenwald. Alles Zugewachsen und Grün.

Habe die Gegend hier auch immerhin noch bei Tag gesehen, da ich 2 Flieger früher genommen habe. Hat mich zwar etwas mehr gekostet, aber bei Regen auf ner Insel festsitzen ist nicht so der Bringer, vor allem da ich nicht wusste, wo ich mich bis 19 Uhr hätte unterstellen sollen. Meine Anlage hatte keine Lobby und es gab dort in der Gegend auch nur zwei Restaurants, wo ich mich für eine Weile hätte aufhalten können. Die hatten aber auch nicht Durchgängig auf. In dem Einen war ich Heute früh noch zum Frühstücken. Sandwich mit Bacon, Poached Eggs, Pesto und Tomaten.

Hat gut geschmeckt, aber etwas Alternativ. Ich habe einen Moment gebraucht, um den Fehler zu finden: In dem Pesto war Koriander. Hatte ich so auch noch nie. Gehöre leider zu den Leuten für die das Seifig schmeckt und daher versuche ich es immer zu umgehen. Hier war es zum Glück nur dezent, von dem her war es machbar. Hab in dem Restaurant auch versucht Zeit zu killen. Von 10:00 Uhr Check out bis 19:45 Uhr Flug ist ne laaaaaaaaange Zeit. Ich hab mich irgendwann dazu entschlossen einfach zum Airport zu gehen um evtl. an nen früheren Flug zu kommen. Als ich gerade mein Gepäck holen wollte, bin ich Leanne über den Weg gelaufen, die sich dazu bereit erklärt hat mich zum Airport zu bringen. Falls ich keinen früheren Flug bekommen würde, würde sie mich einfach wieder mit nehmen, dann könne ich noch am Strand spazieren gehen. Es hatte nämlich zu dem Zeitpunkt aufgehört zu regnen. Also sind wir zum Airport und ich konnte tatsächlich 2 Flieger früher nehmen. Die fliegen hier ja immer hin und her, also geht da so alle 2h immer der nächste Flieger. Sie haben mal wieder vergessen mir das Gepäck zu berechnen, also könnte man sagen der Betrag, hat die Aufzahlung für den früheren Flug ausgeglichen. Bin mittlerweile auf 13kg runter mit meinem Backpack habe ich auf der Waage gesehen. Langsam wird’s. Flug war schnell um und so stand ich bereits um 15:30 Uhr in Rarotonga am Airport. War wie immer „kinda lost“. Das Ding ist halt, dass ich die letzten 8 Tage meiner Reise immer in einem AirBnB bin und da oft keine genaue Adresse dabei steht. Man kann sich den Standpunkt bei Google Maps anzeigen lassen, aber es kann auch sein, dass es nur das Gebiet anzeigt und nicht die Unterkunft an sich. So war es hier nämlich. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt aber nicht, also bin ich erstmal zu dem Punkt, den Google mir angezeigt hat. Da Sonntag war sind keine Busse gefahren und 20NZD für ein Taxi wollte ich nicht zahlen, also bin ich die 20 Minuten gelaufen. Dabei bin ich auch an einigen Straßen vorbei mit sehr beunruhigenden Schildern.

Also wenn du dich vorm Tsunami retten willst, kannst du vom Flugzeug getötet werden. GG. Tatsächlich wird man da Paranoid, wenn man in der Flugzeug-Gefahren-Zone rumrennt. Für ein Auto ist das ja Save, aber für mich laufender halber Meter? Da wirste mal schnell weggepustet. Immerhin hatte ich meine 16kg Gepäck dabei….. die mir natürlich nicht geholfen hätten. Da da aber Kühe rumliefen, konnte es nicht so schlimm sein. Eine kam ja auf mich zugestürmt und ich musste Instant an Anna und meinen Rollerunfall in Vietnam denken. Das waren noch Zeiten, als ich mit offenen Knien nach nem Überschlag im Dreck lag, einen halben Meter vom Straßengraben entfernt. Alles wegen einer Kuh, die auf mich zu lief. Hatte ich mal schnell voll den Flashback. War auch dankbar, als ich dann wieder aus der Flugzeug-Zone raus war und kurz darauf bei meinem Google-Punkt ankam. Wie bereits gesagt, war da aber leider nicht meine Unterkunft. Daraufhin habe ich mir nochmal die Nachrichten mit der Wegbeschreibung durchgelesen, laut der es ein Straßenschild mit dem Namen der Unterkunft geben sollte. Habe ich aber leider nicht Gefunden, weshalb ich dann bei der Besitzerin angerufen habe. Ihr Mann ist dann ans Telefon gegangen und als ich ihn fragte, wo ich hin muss kam nur: Da steht ein Schild und wenn ich es nicht sehe wäre ich blind…. Ah ja. Sehr Nett. Ist ja nicht so, als wären da mehrere Einfahrten. Vor Allem, weil da stand, das es in der Nähe von einem Holzschnitzer ist. Den hab ich dann gefragt wo hin ich muss und das war nicht bei ihm, sondern im anliegenden Dorf. Also hab ich 3 Straßen später auch endlich mein Schild gefunden. Wurde dann auch herzlich von Ingrid, der Besitzerin begrüßt. Sie hat zuerst auf Englisch angefangen bis ihr wieder einfiel, dass ich auch Deutsche bin. Sie hat mir dann alles auf Deutsch erklärt, ist aber zwischendrin immer mal wieder versehentlich auf Englisch geswitcht. Ich glaube das geht auch nicht Anders, wenn du permanent nur Englisch sprichst. Sie ist auf jeden Fall voll Goldig. Lebt schon ewig hier und vermietet jetzt Bungalows. Die Anderen sind wohl Dauervermietet. Die Leute haben einmal gebucht und sind dann einfach nicht mehr ausgezogen. Sichere Einnahmequelle, wobei laut ihr die Anfragen immer mehr zunehmen. Habe ich also Glück gehabt, dass vor 2 Wochen noch was Frei war. Ist auch echt Nett hier.

Nachdem alles geregelt war, bin ich auch wieder ins Dorf und habe mir noch was zu Essen geholt, weil ich Sonntags nichts mehr einkaufen konnte. Mache ich dann Morgen inkl. Laundry. Die Vorletzte, bevor es Heim geht. Bin hier also noch 2 Nächte und dann gehts weiter nach Tahiti/Papeete für 5 Nächte und dann bin ich wieder da und kann euch auf die Nerven gehen. Jetzt mach ich aber erstmal Siesta, da man eh nichts mehr machen kann. Es regnet nämlich schon wieder!

Hinterlasse einen Kommentar